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Von der Krise zur Eigenverantwortung

Dieser Eintrag stammt von Novakovic Dejan Am 2.7.2009 @ 18:25 In Lebenscoaching | 1 Kommentar

Autor: Dr. Herbert A’ziem Laa, Köln

Dies ist der erste Teil einer „Trilogie“. Ich werde im Abstand von zwei Wochen insgesamt drei Artikel in diesem Forum veröffentlichen, die sich mit dem Thema Krisenbewältigung beschäftigen.

Der Erste Teil beschäftigt sich damit, welchen tieferen Sinn Krisen haben und wie man sie nutzen kann, um daran zu wachsen. Der zweite Teil beschäftigt sich mit dem Thema Wirtschaftskrise und Kreativität. Der Dritte Teil beschäftigt sich mit dem Thema Beziehungskrisen Kreativität.

Zur Zeit werben interessanter weise viele von den Unternehmen (vor allem Banken), die viel dazu beigetragen haben, das die Krise entstanden ist damit, das sie einem sicher durch die Krise führen.

Die Konsumenten werden oft für Dumm verkauft und sind es auch, wenn sie sich für dumm verkaufen lassen.

Eine Krise ist im Grunde genommen eine sehr heilsame Angelegenheit. Krisen dienen dazu, sich dessen bewußt zu werden, was man nicht wahr haben will. Und sie dienen dazu sich von den Dingen zu befreien, die einem nicht mehr länger dienen.

Die derzeitigen Wirtschaftskrise dient uns dazu, zu erkennen, das wir dem Wohlstand nachlaufen, koste es was es wolle. Haben Sie sich schon einmal gefragt, was in Ihrem Leben wirklich wichtig ist und was Sie dafür tun, um es sich zu erfüllen?

Wenn Sie der Frage nachgehen, was im Leben wirklich wichtig ist, kommt man in aller Regel auf Antworten wie der Kontakt mit wertvollen Menschen, die Liebe zu den Menschen, die mit einem durchs Leben gehen, der Zustand des glücklich seins. Das Sprichwort „Geld allein macht nicht glücklich“ ist zwar jedem bekannt, aber wer handelt danach? Die allermeisten Menschen leben nach der Vorstellung, wenn ich genug Geld hätte, dann würde ich das oder das machen. Dann würde ich reisen, einen anderen Job machen, oder vielleicht sogar gar nicht arbeiten, dann würde ich mir ein anderes Auto kaufen, ein anderes Haus usw.

Ich möchte Sie mit diesem Artikel dazu aufrufen, aus den Vorstellungen auszusteigen, das andere Menschen oder Umstände für die Erfüllung Ihres Glücks verantwortlich sind. Sie sind es nicht. Sie allein sind für die Erfüllung Ihres Glücks verantwortlich. Glück und auch materieller Wohlstand stellen sich ein, wenn Sie selbst die Verantwortung dafür übernehmen.

Die üblichste Form nicht die Verantwortung zu übernehmen ist der sogenannte Aktionismus. Wenn irgend etwas nicht so läuft, wie man es gerne hätte, verfällt man ganz leicht in einen Aktionismus. Man versucht das Problem, das man hat durch Mehrarbeit zu bewältigen.

Ich hatte zehn Jahre lang ein Unternehmen, das Bilderrahmen produzierte. Anfangs ging alles leicht und gut. Dann kam der Preisverfall durch Fernost Importe. Meine Produkte wurden auch billiger. Ich habe das durch Mehrproduktion und Mehrarbeit kompensiert. So lange, bis ich nicht mehr konnte. Am Ende habe ich mich natürlich gefragt, warum ich so viele Jahre fast Tag und Nach gearbeitet habe um am Ende nur Schulden zu haben.

Das gleiche geschieht mit den Kindern, denen man hinterherläuft, damit sie aufräumen, ihre Hausaufgaben machen, etc. Natürlich ist es auch so mit den Mitarbeitern, denen man ständig hinterherlaufen muß, weil das und jenes nicht gemacht ist.

Die cleveren Menschen setzen sich an ihrem Schreibtisch und machen eine Strategie, um nicht in Aktionismus zu verfallen. Sie versuchen die Zukunft zu planen, damit alles ordnungsgemäß abläuft. Was dabei heraus kommt, sieht man in der Politik, bei den Banken und Versicherungen und den Wirtschaftsunternehmen. Man hält so lange am Plan fest, bis man nicht mehr festhalten kann. All die Schuldzuweisungen an anderen und auch oft an sich selbst, nicht richtig gehandelt zu haben führen letztlich nirgends wohin.

Was hilft es irgend jemand die Schuld für die herrschende Wirtschaftskrise zu geben? Das hilft niemandem. Im Gegenteil man vergeudet seine Zeit in endlosen Diskussionen, wer welche Schuld hat.

Was also tun?

Die Antwort lautet: sich auf sich selbst besinnen.

Aber was ist das und wie geht das?

Sich auf sich selbst zu besinnen bedeutet aus dem Hamsterrad, in dem man sich befindet, auszusteigen. Wenn Sie meinen, Sie müßten noch das und das tun, den einen oder anderen noch anrufen, dieses oder jenes Schriftstück noch fertigstellen. Was geschieht, wenn Sie es nicht tun?

Sie werden erkennen, wie es im Kopf nur so zu arbeiten beginnt. Wenn ich das nicht tue, dann wird dieses oder jenes schreckliche geschehen. Unser Verstand ist unheimlich darin trainiert, Schreckens Szenerien zu konstruieren. Was alles geschieht, wenn man das nicht tut, was man meint tun zu müssen.

Wenn man einen Unfall hat oder krank wird, ist man gezwungen zu erkennen, was dann geschieht. In den meisten Fällen nichts besonderes. Die Mitarbeiter übernehmen plötzlich Verantwortung, die Kinder werden selbständig, viele der Probleme lösen sich von selbst. Fast nie tritt das ein, was der Verstand sich schreckliches ausdenkt.

Warum aber tut der Verstand das, wenn es ohnehin nicht hilfreich ist?

Er tut es, weil er getrieben ist von den Gefühlen, die wir nicht fühlen wollen. Von den Ängsten wie Versagensangst, Angst vor der Zukunft, Verlustangst, den Befürchtungen, den Minderwertigkeitsgefühlen, etc.

All die Gefühle, die wir nicht fühlen wollen sind der Motor für den nicht rasten wollenden Verstand, der unentwegt denken möchte. Dabei ist der Verstand ein schlechter Ratgeber, wenn es darum geht, die Zukunft zu erdenken. Alles was der Verstand kann, ist kategorisieren, benennen, einordnen. Es ist ein wunderbares Instrument, um den Alltag zu organisieren und durchzuführen.

Sobald der Verstand allerdings die Zukunft planen will, geschieht Furchtbares. Er nimmt nämlich die Erfahrungen der Vergangenheit und projiziert sie in die Zukunft. „In Zukunft werde ich diesen Fehler nicht mehr machen, ich werde aufpassen“. Man wird, ohne das man es merkt zum „Schifahrer, der den einzigen Baum auf der Piste umfahren möchte“. In dem sich der Schifahrer aber so sehr darauf konzentriert den Baum nicht zu treffen, fährt er genau in ihn hinein. Das tut der Verstand, wenn man ihm die Gestaltung der Zukunft überläßt.

Viel besser, als der Verstand, ist die Intuition geeignet, die Zukunft zu gestalten. Nachdem mein Unternehmen in Konkurs war, begann ich Soziologie zu studieren. Ich wußte nicht so recht warum, eine innere Stimme sagte mir, das ich diesen Weg gehen sollte. Alle meine Freunde rieten mir ab, weil die Soziologie „ein brotloses Gewerbe“ sei.

Einige Jahre später verdiente ich so viel Geld, wie ich mir nie hätte träumen lassen. Doch das Geld war gar nicht so wichtig. Ich tat endlich das, was mir wirklich Spaß machte. Der Verstand half mir nicht dabei, sondern meine Intuition.

Die Intuition ist das höchste Gut der Menschen. „Unser wahres Analphabetentum ist nicht das Unvermögen, lesen und schreiben zu können, sondern das Unvermögen, wahrhaft schöpferisch tätig sein,“ (Friedensreich Hundertwasser).

Probieren Sie es aus: denken Sie an etwas, das Sie liebend gerne tun würden. Malen Sie es sich aus, in allen Farben und Bildern. Dann fühlen Sie, wie Sie sich fühlen, wenn Sie das tun würden. Fragen Sie sich dann, warum Sie es nicht tun? Welche Antworten tauchen auf?

Wenn Antworten kommen, wie: ich kann das nicht tun, weil ….. Befinden Sie sich im Mangel, im Defizit, im Modus der Problemorientierung. Sie geben die Verantwortung der Umsetzung ihrer Wünsche an andere ab.

Ich behaupte, daß man sich jeden Herzenswunsch erfüllen kann, den man sich erfüllen möchte, ungeachtet dessen, ob man genug Geld oder Zeit dazu hat. Alles was man tun muß, ist

  1. ehrlich vor sich selbst sein um zu erkennen, ob der Wunsch den man hat tatsächlich einem Herzenswunsch entspricht und
  2. die Konsequenzen voll und ganz akzeptieren, die dieser Wunsch mit sich bringt.

Wir sind so sehr darauf „programmiert“ uns mit dem was alles nicht geht und wo überall die Probleme sind zu beschäftigen, daß wir unsere Fähigkeiten der Kreativität vollkommen verlernt haben. Zur Umsetzung der meisten unserer Wünsche braucht man kein Geld oder mehr Zeit, sondern die eigene Entscheidung und die eigene Kreativität, das was man möchte zu verwirklichen.

Fragen Sie sich doch einmal, wie oft Sie sich am Tag damit beschäftigten, warum etwas nicht geht und warum man das, was man wirklich möchte nicht verwirklichen kann?

Der 2. Teil der Trilogie beschäftigt sich mich der Wirtschaftskrise und Kreativität.

Bis dahin wünsche ich Ihnen eine wertvolle und aufschlußreiche Reflexion über sich selbst.Dr. Herber A’ziem Laa
Ich unterstütze Sie bei der Umsetzung Ihrer Herzenswünsche
mail@herbertlaa.com
[1] www.herbertlaa.com (geht Mitte Juli Online)


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